L U F T
Luft, die man nicht hört
Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung — frische Luft ohne Wärmeverlust, vom Einfamilienhaus bis zum Hotelneubau an der Ostsee.
Wohnraumlüftung mit WRG
Frische Luft rund um die Uhr, ohne die Wärme zum Fenster hinauszulüften — die Wärmerückgewinnung holt die Energie aus der Abluft zurück.
Lüftung + Wärmepumpe als System
NIBE-Lüftungsgeräte arbeiten direkt mit der Wärmepumpe zusammen — inklusive passiver Kühlung über die Erdsonde im Sommer, ganz ohne Klima-Aggregat.
Gewerbe & Sonderlösungen
Vom erdverlegten Lüftungskanal bis zum 400-Kilo-Gerät, das der Kran aufs Dach hebt: Beim Hotelprojekt Groß Schwansee haben wir gezeigt, dass Lüftung auch unsichtbar geht.
Luft|Referenz: Hotelprojekt Groß Schwansee — erdverlegte Lüftungsleitungen mit Wärmerückgewinnung, kombiniert mit einer Pelletsanlage. Mehr dazu unter Projekte.
S O W I R D V E R L E G T
Was in der Decke verschwindet
Nach dem Einbau sieht man von einer Lüftung fast nichts — ein paar Ventile in der Decke, mehr nicht. Das hier ist der Weg, den die Luft dahinter nimmt. Scrollen Sie weiter, dann verlegt sie sich.
Die Wärme bleibt im Haus: Die verbrauchte Luft gibt sie im Gerät an die frische ab, bevor sie hinausgeht. Deshalb führen vier Wege zum Gerät und nicht zwei — Außenluft herein, Fortluft hinaus, dazu Zuluft und Abluft durch die Wohnung.
Das gilt für die zentrale Anlage. Beim dezentralen Gerät gibt es dieses Bild nicht: Dort sitzt je Raum ein Lüfter in der Außenwand, und ein Kanalnetz entfällt vollständig. Was in Ihrem Haus geht, entscheidet die Leitungsführung — und die sieht man erst vor Ort.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet
Hört man die Lüftung im Haus?
Nein. Eine richtig ausgelegte Wohnraumlüftung ist flüsterleise — das ist kein Werbewort, sondern eine Frage der Planung: ausreichend große Kanalquerschnitte, entkoppelte Aufhängung, Schalldämpfer an den richtigen Stellen. Wer eine Lüftung hört, hat meist eine zu klein dimensionierte.
Was kostet der Betrieb im Jahr?
Im laufenden Betrieb zahlen Sie nur die Lüfterleistung, und die liegt im Wattbereich. Dem steht die Wärme gegenüber, die die Wärmerückgewinnung aus der Abluft zurückholt, statt sie zum Fenster hinauszulassen. Unterm Strich spart die Anlage mehr Energie, als sie verbraucht.
Wer wechselt die Filter?
Beides ist möglich: Der Filterwechsel ist so gebaut, dass Sie ihn selbst erledigen können — Klappe auf, Filter tauschen, fertig. Wenn Sie es lieber abgeben, machen wir es im Rahmen der Wartung mit.
Muss ich dann noch Fenster öffnen?
Müssen nicht — dürfen selbstverständlich. Die Anlage sorgt rund um die Uhr für frische Luft, auch nachts und wenn niemand zu Hause ist. Genau darin liegt der Unterschied zum Stoßlüften: Feuchtigkeit und verbrauchte Luft verschwinden dann, wenn sie entstehen, nicht dreimal am Tag.
Lässt sich eine Lüftung im Altbau nachrüsten — zentral oder dezentral?
Nachrüsten ist in beiden Bauarten möglich. Die Entscheidung fällt aber nicht am Gerät, sondern an der Leitungsführung. Eine zentrale Anlage braucht keine Durchlässe in jeder Außenwand, dafür ein Kanalnetz — zum Beispiel über den Flur —, und das kostet Deckenhöhe; beim Hotelneubau Groß Schwansee gab genau dieser Punkt den Ausschlag, die Lüftungsleitungen ins Erdreich zu legen. Dezentrale Einzelraumlüfter sparen das Kanalnetz und brauchen dafür in der Regel je Gerät eine Kernbohrung durch die Außenwand. Das Umweltbundesamt nennt sie ausdrücklich für die Altbausanierung, wenn eine zentrale Anlage baulich kaum oder nur mit hohem Kostenaufwand machbar ist — und im selben Kapitel die oft zu geringen Luftleistungen dieser Geräte sowie die Öffnungen in der Außenwand, die das Erscheinungsbild der Fassade verändern. Wir bauen beides: Einzelgeräte meist von Lunos, zentrale Verteilungen mit dem Zehnder-System, die Lüftungsanlage dazu häufig von NIBE. Was in Ihrem Haus geht, zeigt eine Begehung, keine Website.
Hilft eine Lüftungsanlage gegen Schimmel?
Manchmal ja, manchmal nur zum Teil — und manchmal gar nicht. Für Schimmel genügt eine relative Feuchte von 70 bis 80 Prozent an der Oberfläche des Bauteils, wenn sie über längere Zeit einwirkt; sichtbar nass muss die Wand dafür nicht sein. Wie hoch diese Oberflächenfeuchte ausfällt, hängt an zweierlei: wie feucht die Raumluft ist und wie kalt die Wand. Liegt es an der Feuchtelast, hilft eine Lüftung: In einem Drei-Personen-Haushalt gehen sechs bis zwölf Liter Wasser am Tag in die Raumluft, und wo dichte Fenster in ein ungedämmtes Haus gekommen sind, wird die dann nötige Stoßlüftfrequenz laut Schimmelleitfaden des Umweltbundesamts in der Praxis kaum noch erreicht. Liegt die Ursache dagegen am Bauwerk — Wärmebrücke, fehlende Dämmung, Wasserschaden, undichtes Dach —, löst auch die beste Anlage das Problem nicht, und häufig kommen mehrere Ursachen zusammen. Eine Schimmelsanierung beginnt deshalb immer mit der Klärung und Beseitigung der Ursache; erst danach steht die Frage nach der Technik. Zwei Fälle brauchen dafür gar keine neue Anlage: der Schrank dicht an der ungedämmten Außenwand und der verschmutzte Filter einer Abluftanlage im Bad, der die Luftströmung behindert.
Kann die Lüftung im Sommer auch kühlen?
In Verbindung mit einer Sole-Wärmepumpe ja: Die Erdsonde ist im Sommer kühler als die Raumluft, und diese Kühle lässt sich über die Lüftung ins Haus holen — passive Kühlung, ganz ohne zusätzliches Klimagerät und praktisch ohne Stromkosten.
Sprechen wir über Ihr Projekt
Nicht lang schnacken: Erzählen Sie uns, was ansteht — wir sagen Ihnen ehrlich, was geht, was es kostet und wann wir können.
